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Filmplakat für Taxi Driver
Film

Taxi Driver

Taxi Driver – Film von Martin Scorsese

Datum Donnerstag 3. Dezember
Uhrzeit 21:00

Robert De Niro in seiner legendären Rolle als Vietnamveteran und Taxifahrer Travis Bickle.

In traumartigen Bildern gefilmt, gleitet das berühmte gelbe New Yorker Taxi durch regennasse Straßen und Dampfschwaden, begleitet von Bernard Herrmanns an Film noir erinnernder Musik. Blinkende Neonlichter spiegeln sich im makellos glänzenden Lack des Taxis und in den Augen des Fahrers Travis Bickle, gespielt von einem brillanten Robert De Niro. Er ist Vietnamveteran, ohne Anschluss an andere, ein schlafloser Fahrer, der die Kriminellen, Prostituierten und Drogenabhängigen der Nacht beobachtet – eine Gesellschaft voller Schmutz und Erniedrigung.

Als Taxi Driver erschien, bezeichneten viele den Film als Gewalt verherrlichend. Travis’ persönlicher Kreuzzug ist zweifellos mit einer gewissen Faszination dargestellt. Der Film wurde auch als Verteidigung einer brutalen Selbstjustizphilosophie verstanden; umgekehrt wurde Travis als Jesusgestalt beschrieben, die dabei ist, die Tempel der 70er-Jahre zu reinigen. Nüchterner betrachtet lässt sich Taxi Driver als Film noir der 70er-Jahre charakterisieren, mit einem gleich großen Anteil an Realismus und Existenzialismus.

Drehbuchautor Paul Schrader hat viel Anteil daran, dass der Film eine Fülle von Assoziationen auslöst, ohne sich auf einen einzigen Gedanken festlegen zu lassen. Besonders zeichnet sich Taxi Driver als Schauspielerfilm aus. Hier gelang Robert De Niro der Durchbruch, und hier gab Jodie Foster ihr Debüt. Mit Taxi Driver schaffte auch Martin Scorsese seinen großen internationalen Durchbruch und gewann unter anderem in Cannes die Goldene Palme für den besten Film.

„Ein brillanter Albtraum – und wie alle Albträume erzählt er uns nicht einmal die Hälfte von dem, was wir wissen wollen.“

Roger Ebert, The Chicago Sun-Times

„Taxi Driver war nicht nur ein Hit, sondern wie Psycho oder Bonnie and Clyde ein Ereignis in der amerikanischen Populärkultur (…) Brillant und zugleich abstoßend, bisweilen sogar widerwärtig, löste Taxi Driver verständliche Zwiespältigkeit aus.“

J. Hoberman, The Village Voice