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Filmplakat für Taxi Driver
Film

Taxi Driver

Taxi Driver – Film noir über einen New Yorker Taxifahrer

Datum Mittwoch 2. Dezember
Uhrzeit 20:30

Robert De Niro in seiner legendären Rolle als Vietnamveteran und Taxifahrer Travis Bickle.

In traumartigen Bildern gleitet das bekannte gelbe New Yorker Taxi durch regennasse Straßen und Dampfschwaden, begleitet von Bernard Herrmanns an Film noir erinnernder Musik. Blinkende Neonlichter spiegeln sich im glänzenden Lack des Taxis und in den Augen des Fahrers Travis Bickle, gespielt von einem brillanten Robert De Niro. Er ist Vietnamveteran, ohne Anschluss an andere, ein schlafloser Fahrer, der die Kriminellen, Prostituierten und Drogenabhängigen der Nacht beobachtet – eine Gesellschaft voller Müll und Erniedrigung.

Als Taxi Driver erschien, bezeichneten viele den Film als Verherrlichung von Gewalt. Travis’ persönlicher Kreuzzug wird zweifellos mit einer gewissen Faszination dargestellt. Der Film wurde auch als Rechtfertigung einer brutalen Philosophie der Selbstjustiz verteidigt; umgekehrt wurde Travis als Jesusfigur beschrieben, die gerade dabei ist, die Tempel der 70er-Jahre zu reinigen. Nüchterner betrachtet lässt sich Taxi Driver als Film noir der 70er-Jahre charakterisieren, mit gleichen Teilen Realismus und Existenzialismus.

Drehbuchautor Paul Schrader hat viel dazu beigetragen, dass der Film eine Fülle von Assoziationen auslöst, ohne sich auf einen einzigen Gedanken festlegen zu lassen. Nicht zuletzt ist Taxi Driver ein herausragender Schauspielerfilm. Hier gelang Robert De Niro der große Durchbruch, und hier hatte Jodie Foster ihre Debütrolle. Mit Taxi Driver gelang auch Martin Scorsese der internationale Durchbruch; unter anderem gewann er dafür in Cannes die Goldene Palme für den besten Film.

Ein brillanter Albtraum, und wie alle Albträume verrät er uns nicht einmal die Hälfte von dem, was wir wissen möchten.

Roger Ebert, The Chicago Sun-Times

Taxi Driver war nicht nur ein Hit, sondern wie Psycho oder Bonnie and Clyde ein Ereignis der amerikanischen Populärkultur (…) Brillant und doch abstoßend, bisweilen sogar verabscheuungswürdig – Taxi Driver löste verständliche Zwiespältigkeit aus.

J. Hoberman, The Village Voice