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Filmplakat für Small Roads
Film

Small Roads

Small Roads – meditative Straßen- und Landschaftsbilder

Datum Mittwoch 2. Dezember
Uhrzeit 20:15

The roads less traveled – gesehen durch die Kameralinse von James Benning.

James Benning ist bekannt für Filme, in denen buchstäblich nichts passiert: Filme wie 13 Lakes, L Cohen, Nightfall und Allensworth bestehen aus einer Reihe von Einstellungen, in denen sich vor der Kamera kaum etwas bewegt. In einigen ist in der Ferne gerade noch ein Mensch zu erkennen. Ansonsten bestehen die Filme aus statischen Einstellungen, in denen der Wind, der durch die Bäume fährt, und die Wolken, die über den Himmel ziehen, für dramatische Spannung sorgen. Dass dabei tatsächlich dramatische Spannung entsteht, macht Bennings Filme so fantastisch und einzigartig. Vor diesem Hintergrund ist Small Roads im Vergleich zu Bennings anderen Filmen beinahe ein Actionfilm: Autos und Züge donnern unablässig an der Kamera vorbei. Aber eben nur beinahe.

Small Roads wurde über einen Zeitraum von zwei Jahren gedreht und führt uns zu 47 abgelegenen Straßen in den gesamten USA. Mit einer statischen Kamera filmt Benning die Straßen und Landschaften und zeichnet so ein eigenwilliges topografisches Porträt der USA im Wandel der Jahreszeiten. Der Film regt dazu an, über unsere Rolle als Zuschauer und die Erwartungen nachzudenken, mit denen wir an einen Film herangehen. Es gibt keine narrative Entwicklung; stattdessen entfaltet sich eine Folge bewegter Landschaftsgemälde mit einer überraschend reichen Auswahl an Naturgeräuschen auf der Tonspur. Dramatische Momente finden sich auf unerwartete Weise – etwa in einem Bus, der niemals kommt, oder in Blitzen am Horizont.

„Eine der meditativsten Erfahrungen, die ich je mit einem Film gemacht habe.“

Steve Pulaski

„[James Benning] ist ein nationales Kulturgut, mit dem man rechnen muss: der Frederick Wiseman der Stille.“

SLANT Magazine

„Small Roads ist digitales Kino als virtuose Landschaftsmalerei. Jede zweispurige Asphaltstraße wird aus zentraler Perspektive gezeigt, jede 16:9-Landstraße glitzert unter der heißen Sonne, liegt im Nebel oder ist mit einer dünnen Schicht Mittwinter-Schnee bedeckt.“

International Film Festival Rotterdam

„Von einer von Kakteen gesäumten Autobahn, die eine Wüste durchquert, durch tiefe Wälder und entlang angenehmer Landstraßen, die ebenso gut im tiefsten England liegen könnten, durch Ödland, vorbei an verfallenen Industrieanlagen und an der überraschenden Pracht von Telegrafenmasten. In einem Fall gibt es eine wunderbare Gegenüberstellung moderner, leuchtend gelber Verkehrsschilder und eines Horizonts mit unglaublich romantischen Bergen, die von einem der frühen amerikanischen Landschaftsmaler stammen könnten.“

Sheila Seacroft, A Seat in the Dark