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Filmplakat für Club Kid
Film

Club Kid

Club Kid – Filmvorführung

Datum Montag 4. Januar
Uhrzeit 18:15

Eine herzerwärmende Charmeoffensive über einen queeren Partylöwen, der plötzlich herausfindet, dass er einen zehnjährigen Sohn hat.

Es ist immer eine Freude, wenn neue Talente die Filmwelt betreten – besonders, wenn einer Debütregisseurin oder einem Debütregisseur gleich mit dem ersten Versuch ein Volltreffer gelingt. Mit CLUB KID ist Jordan Firstman gelungen, was Charlotte Wells mit AFTERSUN geschafft hat: ein überraschendes und bewegendes Debüt, über das noch Jahre gesprochen werden wird. Firstman spielt selbst die Hauptrolle des Peter, eines schwulen Clubpromoters, dessen beste Zeiten hinter ihm liegen. Seine Partygewohnheiten aus den Zwanzigern hat er auch mit beinahe vierzig noch nicht abgelegt, und sein Verlangen nach Partydrogen hat längst selbstzerstörerische Ausmaße angenommen. Als plötzlich sein zehnjähriger Sohn, von dessen Existenz er nichts wusste, vor der Tür steht, muss Peter lernen, was es bedeutet, für jemand anderen als sich selbst zu leben.

CLUB KID ist eine lebensbejahende Charmeoffensive, die zeigt, dass Fürsorge und Zuwendung alle Wunden heilen können. Zugleich ist der Film eine erfrischende Buddykomödie, die einen Nerv bei den Millennials trifft. Schwierigere sozioökonomische Bedingungen als bei früheren Generationen können es dieser Altersgruppe erschweren, ins Erwachsenenleben einzutreten, und viele bleiben in einer Art Peter-Pan-Dasein stecken – der Name der Hauptfigur ist kein Zufall. Regisseur Firstman will die Hauptfigur und Menschen in einer ähnlichen Lage jedoch nicht so sehr verurteilen, sondern vielmehr zeigen, wie die Fürsorge für andere dazu führen kann, dass man lernt, für sich selbst zu sorgen.

Rezension mit freundlicher Genehmigung des Bergen internasjonale filmfestival (https://www.biff.no/f/club-kid/5931)