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Filmplakat für 13 Lakes
Film

13 Lakes

13 Lakes – James Bennings filmische Porträts von Seen

Datum Sonntag 29. November
Uhrzeit 18:00

James Bennings lebendige Gemälde von Seen.

Wenn man einen Film von James Benning sieht, verändert sich das Zeitempfinden auf eine interessante und faszinierende Weise. In einer Reihe statischer Einstellungen, in denen vor der Kamera wenig oder gar keine inszenierte Handlung stattfindet, geraten wir in einen ganz besonderen Zustand, in dem Begriffe wie Spannung und Dramatik eine andere Bedeutung bekommen. Das Dramatische zeigt sich hier im Wind, der durch ein Kornfeld weht, im Licht, das über den Bergen wechselt, und in einem Zug, der in der Ferne vorbeifährt. Die Spannung entsteht ebenso sehr durch das, was nicht geschieht, wie durch das, was sich tatsächlich vor Bennings unbeweglicher, stoischer Kamera abspielt.

13 Lakes besteht, wie der Titel beschreibt, aus dreizehn Sequenzen mit Seen, die mit einer unbeweglichen Kamera gefilmt wurden. Es gibt weder Dialog noch Erzählerstimme, weder Menschen noch Erklärungen. In manchen Szenen sehen wir Schiffe und Boote, und im Hintergrund hören wir einen Güterzug; ansonsten geht es um Wellen, Wolken, Licht und Klang. Der Film hat eine malerische Qualität und wirkt stellenweise wie ein bewegtes Bild von J.M.W. Turner. Einige Sequenzen sind beinahe schmerzlich schön, und je länger man zusieht, desto mehr wird man von diesem außergewöhnlichen und höchst eigenwilligen Film in den Bann gezogen. Manche erleben diese dreizehn statischen Sequenzen als die größte Geduldsprobe, der sie je in einem Kinosaal ausgesetzt waren; andere werden eines ihrer größten Filmerlebnisse haben – wie der Filmkritiker Neil Young, der den Film als «a life-changing cinematic event» bezeichnet.

You’ll feel joy, surprise, wonderment, exhilaration, and intellectual stimulation. It’s hard to think of the last film which worked on so many different levels, and on so many different states of mind, as 13 Lakes, and it certainly can’t be compared to anything else you’ll see on a cinema screen this year.

Neil Young