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Filmplakat für 13 Lakes
Film

13 Lakes

Essayistischer Film über dreizehn Seen

Datum Mittwoch 25. November
Uhrzeit 18:00

James Bennings lebendige Gemälde von Seen.

Wenn man einen Film von James Benning sieht, verändert sich das Zeitempfinden auf eine ebenso interessante wie faszinierende Weise. Eine Reihe statischer Einstellungen, in denen vor der Kamera kaum oder gar keine inszenierte Handlung stattfindet, versetzt uns in einen ganz besonderen Zustand. Begriffe wie Spannung und Dramatik bekommen hier eine andere Bedeutung. Das Dramatische zeigt sich im Wind, der durch das Kornfeld weht, im Licht, das sich über den Bergen verändert, und in einem Zug, der in der Ferne vorbeifährt. Die Spannung entsteht ebenso sehr durch das, was nicht geschieht, wie durch das, was sich vor Bennings unbeweglicher, stoischer Kamera tatsächlich abspielt.

13 Lakes besteht, wie der Titel beschreibt, aus dreizehn Sequenzen mit Seen, die mit einer unbeweglichen Kamera aufgenommen wurden. Es gibt keinen Dialog, keine Erzählerstimme, keine Menschen und keine Erklärung. In einigen Szenen sehen wir Schiffe und Boote, im Hintergrund hören wir einen Güterzug – ansonsten geht es um Wellen, Wolken, Licht und Klang. Der Film hat eine malerische Qualität und erinnert stellenweise an ein bewegtes Bild von J.M.W. Turner. Einige Sequenzen sind beinahe schmerzhaft schön, und je länger man schaut, desto mehr zieht einen dieser außergewöhnliche und höchst eigenwillige Film in seinen Bann. Manche werden diese dreizehn statischen Sequenzen als die größte Geduldsprobe erleben, der sie je in einem Kinosaal ausgesetzt waren. Andere werden eines ihrer größten Kinoerlebnisse haben – wie der Filmkritiker Neil Young, der den Film als „ein lebensveränderndes Kinoereignis“ bezeichnet.

„Man wird Freude, Überraschung, Staunen, Begeisterung und intellektuelle Anregung empfinden. Es fällt schwer, an einen Film aus jüngerer Zeit zu denken, der auf so vielen unterschiedlichen Ebenen und in so vielen verschiedenen Gemütszuständen wirkt wie 13 Lakes. Mit nichts anderem, was man dieses Jahr auf einer Kinoleinwand sehen wird, lässt er sich wirklich vergleichen.“

Neil Young