Eyes Wide Shut
Eyes Wide Shut – Kubricks letzter Film
Kubricks letzter Film und eine Hommage an Freud.
Stanley Kubrick wollte schon lange Arthur Schnitzlers erotische Novelle «Traumnovelle» verfilmen und erwog unter anderem in den 70er-Jahren eine ausdrücklich pornografische Adaption. Erst in den 90er-Jahren konnte er seine Filmpläne verwirklichen, die sich allerdings etwas verändert hatten. Kubrick arbeitete schließlich nie besonders schnell, sodass sich die Dreharbeiten lange hinzogen. Kurz vor seinem Tod schaffte er es gerade noch, den Film fertig zu schneiden. Das Projekt war von großer Geheimniskrämerei geprägt, was die üblichen Gerüchte über Kubricks Eigenheiten nicht verstummen ließ. Außerdem wurde wild darüber spekuliert, wie weit der Film gehen würde. Kubrick war jedenfalls der Meinung, dass dies sein allerbester Film sei.
William und Alice sind ein schönes, erfolgreiches und monogames Ehepaar. Als sie ihm an einem Winterabend von einer sexuellen Fantasie erzählt, in der ein anderer Mann vorkommt, stürzt William in ein emotionales, intellektuelles und sexuelles Chaos, das seine bisherige Identität infrage stellt. Von Impulsen und Neugier getrieben, versucht William, seine eigenen Grenzen und Bedürfnisse auszuloten. Was wünscht er sich eigentlich sexuell? Und was bedeutet Alice für ihn?
Stanley Kubricks letzter Film enthält eine kaum verhüllte Kritik an der vulgären Maßlosigkeit und dem Materialismus von Weihnachten.
Brianna Zigler, Little White Lies